Minimalistmas - Weihnachten mit wenig Stress!

11:30




Gestern "feierten" wir den 4. Advent - Weihnachten steht kurz vor der Tür und für einige von euch beginnt jetzt sicherlich eine sehr stressige Zeit (wenn sie nicht schon längst begonnen hat).
Die letzten Tage vorm Weihnachtsurlaub - an der Arbeit muss noch viel bis Jahresende abgearbeitet werden - Überstunden vorprogrammiert. Noch nicht alle Weihnachtsgeschenke? Da bricht schon mal leichte Panik aus. Man steht unter enormen Druck es jedem Recht machen zu müssen.
Muss das sein? Definitiv nicht!

Weihnachten und Minimalismus - geht das überhaupt?

Theoretisch auf jeden Fall... praktisch in der heutigen Gesellschaft eher schwierig umzusetzen.
Weihnachten ist längst ein Fest des Konsums geworden. Der christliche Sinn des Festes ist für viele längst vergessen - für mich auch, das gebe ich offen und ehrlich zu. Man feiert es eher aus Tradition, weil man es seit seiner Kindheit so kennt.. oder auch einfach nur weils ganz schön ist und die Familie so zusammenkommt.
Jedenfalls wird an Weihnachten unglaublich viel gekauft und konsumiert. Auch viel unnötiges.
Unmengen an Weihnachtsdeko, Essen, Gebäck, Geschenke usw. Viele denken, sie müssen das tun.
Eben nicht.


Tipp 1 - Locker machen!

Der Hauptgrund warum Weihnachten so stressig für uns ist, ist doch einfach, weil wir uns den Stress selbst machen. Wir DENKEN wir MÜSSEN das alles tun, es wird von uns erwartet.
Davon muss man sich einfach befreien.
Nimm Weihnachten nicht so ernst!
Mein Gott, das ist nur ein Fest. & wenn du die Erwartung von irgendjemandem nicht erfüllst, geht die Welt davon nicht unter. Wirklich nicht. Es ist wichtig auch mal nein zu sagen!
Mehr kann ich zu diesem Punkt gar nicht sagen, jeder muss das für sich selbst feststellen.

 

Tipp 2 - Überlege dir, was du persönlich wirklich willst und was du nur aus Zwang machst

Möchtest DU wirklich einen Weihnachtsbaum, weil es dir persönlich gut gefällt?
Willst DU Plätzchen backen, weil es dir Spaß macht und es gerne machst oder machst du das nur, weil du glaubst anderen damit eine Freude machen zu MÜSSEN oder Erwartungen zu erfüllen?
Gibt es Menschen, denen du nur etwas schenkst, weil du denkst sie erwarten es, obwohl es dir gar nicht am Herzen liegt, diesen Menschen etwas zu schenken? Schreibst du Weihnachtspost an Verwandte und Freunde, weil DIR das wichtig ist?
Feierst du Weihnachten, weil DU es willst?
Für diese Überlegungen solltest du dir jedes Jahr aufs neue kurz Zeit nehmen - und alles Streichen, was du nicht aus Überzeugung tust!!!

 

Tipp 3 - Statt materielle Geschenke: Zeit schenken

Das hört man immer wieder & ich bin ein riesen Fan davon.
Erinnerungen bedeuten viel mehr, als materielle Geschenke.
Ein toller Ausflug bleibt einem wahrscheinlich viel länger im Gedächtnis, als ein Kleidungsstück oder ein Elektrogerät, das nach einem Jahr schon wieder Out ist.
Man muss sich mit so einem Ausflug auch gar nicht so viel Stress machen. Einfach zusammen das Ziel aussuchen und planen. Klar, ein paar Euro kostet das wahrscheinlich auch - aber man hat davon so viel mehr! & es kommt von Herzen. Ein solches "Geschenk" sagt einfach aus: "Ich hab dich gern und möchte Zeit mit dir verbringen!" - für mich das größte Geschenk, das man machen kann!


Tipp 4 - Beim Essen muss man nicht übertreiben!

Für meine Familie ist das Essen an Heiligabend immer ein großer Stress - das verstehe ich gar nicht.
Es muss kein Gänsebraten oder ein 3-Gänge-Menü sein!
Wir haben uns dieses Jahr auf Fondue geeinigt! Das ist super einfach vorzubereiten & schmeckt immer lecker! Da kann auch jeder was mitbringen. Außerdem finde ich es schön, zusammen Fondue zu essen, das macht immer irgendwie Spaß!
Auch schön finde ich Raclette. Bei meinem Opa gab es früher immer Kartoffelsalat mit Würstchen - warum nicht? ;)



Zum Abschluss möchte ich noch etwas sagen:
Klar, Weihnachten ist das Fest der Liebe und es ist schön, wenn zu diesem Anlass Menschen die sich lieben zusammenkommen und sich gegenseitig eine Freude machen.
Aber... man sollte das ganze Jahr über seinen Lieben zeigen, dass man sie gerne hat. Wer das nicht tut, kann das an Weihnachten nicht mit einem Geschenk oder einer netten Geste wett machen.
Genauso wenig sollte aber auch ein kleiner Fehltritt zur Weihnachtszeit nichts kaputt machen. Also, entspannen und sich nicht unter Druck setzen lassen!

 

 

Dieser Beitrag ist im Rahmen des „Adventskränzchens“ enstanden

Hier findet ihr die anderen Beiträge der Adventskränzchenteilnehmer zum heutigen Thema  „Minimalistmas - Weihnachten mit wenig“:
Anni von www.rotkopfchen.de
Marie von www.marie-theres-schindler.de
Ira von https://ijbbloggs.com/
Sabine von www.vorratshaltung.ch



Wie sieht es bei euch aus... Wie feiert ihr dieses Jahr (wenn überhaupt) Weihnachten? Warum feiert ihr Weihnachten bzw. warum nicht? Was mögt ihr an Weihnachten besonders und was überhaupt nicht?

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3 Kommentare

  1. Liebe Lisa,
    du hast absolut Recht mit deinem Post. So leicht ist es in der Theorie und dann kaum ist Weihnachten da, kommt wieder der Stress auf und alle guten Vorsätze scheinen vergessen. Stimmt, im Grunde macht man sich den Druck hauptsächlich selbst und ich glaube auch, dass man seine Erwartungen an Weihnachten etwas zurückschrauben sollte. Einen schönen Abend im Kreis der Familie, ein paar schöne Stunden zusammen, wie kostbar ist doch diese Zeit und was möchte man mehr? Heuer habe ich es auch geschafft mich endlich einmal von diesem typischen Vorweihnachtsstress zu befreien. Ich habe nur Geschenke besorgt und gebastelt, weil es mir Freude bereitet, diese Personen zu beschenken. Ich habe Kekse mit meiner besten Freundin gebacken und wir hatten einen tollen Mädlsnachmittag und ich freu mich auf die letzten Tage vor Weihnachten und werde diese noch entspannt genießen. So sollte es wohl jedes Jahr sein. Ich hoffe du auch! :) Alles Liebe Lisa

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  2. Hallo Lisa,

    das mit dem Zeit schenken kann ich so nur unterschreiben. Ist doch viel persönlicher und erfüllender, als ein materielles Geschenk!

    Liebe Grüße,
    Julia
    www.juliary.de

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  3. Hallöchen! Sehr schöner Beitrag, viele wahre Worte. Generell tut man im Leben viel zu viele Dinge, weil man denkt, dass sie von einem erwartet werden. Ich habe zum Beispiel oft geschenkt, weil ich Angst hatte, dass ich derjenige bin, der nichts zum Schenken hat. Davon habe ich mich mittlerweile zum Glück weit entfernt.
    Man sollte wirklich mehr hinterfragen, was man wirklich WILL. Und wie viel schöner ist es, unerwartet, ehrlich liebe Post zu bekommen, als an Weihnachten etwas schnell hingeschmiertes, weil man eigentlich gar keine Zeit dazu hat.

    Liebe Grüße!
    Anni
    www.rotkopfchen.de

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